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Eine wunderschön geschmückte Kranzkuh
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Die Hirten begleiten das Vieh ins Tal
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Oberstdorfer Viehscheid

Nadja Geiger von Nadja Geiger am 14.09.2012

Am 13. September war es wieder soweit... Nach rund 100 Tagen in den Bergen stand für das Oberstdorfer Vieh heute der Heimweg hinunter ins Tal an. Jedes Jahr wieder ist der so genannte "Viehscheid" ein ganz besonderes Spektakel!

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Dieses Sprichwort sollte man sich zu Herzen nehmen, wenn man den Oberstdorfer Viehscheid in seiner ganzen Pracht erleben möchte. Bereits um 9.00 Uhr in der Früh trifft die erste Vieh-Herde zusammen mit ihren Hirten und Mägden im Tal ein. Es heißt also, "früh aufstehen", um dieses Allgäuer Traditionsereignis zu erleben. So wanderten wir zusammen mit unseren Gästen um 9.00 Uhr am Hotel Mohren weg zum Viehscheidplatz in Oberstdorf.

Was ist überhaupt Viehscheid?

Der Viehscheid ist eine Jahrhunderte alte Tradition. Nach dem Sommer auf der Alpe treiben die Hirten ihr Vieh wieder hinunter ins Tal. Dort "scheiden" sie die Herde, das heißt sie übergeben das Vieh an den jeweiligen Besitzer. Vorher jedoch lebt das Vieh den Sommer über in den Bergen. Das bedeutet für die Hirten harte Arbeit. Sie lernen das Vieh kennen und zählen es täglich und untersuchen es auf Verletzungen. Sie kümmern sich um frisches Wasser und reparieren die Zäune. Und nach dem Sommer passen sie auf, dass alle Tiere heile im Tal ankommen. Sofern der Bergsommer ohne Unfälle verlaufen ist, wird der Leitkuh der Herde ein kunstvoller und in Handarbeit gefertigter Kopfschmuck aus Bergblumen, Zweigen, Bändern und Tannengrün aufgesetzt. Alle Jungtiere tragen zudem schwere Festtagsschellen, deren Geläut die Dämonen vertreiben soll.

Dieses außergewöhnliche Fest wird mit Musik begleitet und oft werden Allgäuer Spezialitäten angeboten.

Der Oberstdorfer Viehscheid ist immer wieder einen Besuch wert!

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