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Teil 7: Der Klausentag

Sobald es am 6. Dezember dunkel wird in Oberstdorf, halten sich nur noch wenige Menschen draußen auf den Straßen auf. Denn an diesem Tag ist Klausentreiben in Oberstdorf.

Die wilden Gestalten

Das Spektakel beginnt damit, dass man entfernt das Geläut von Kuhglocken wahrnimmt, die immer näher kommen. Schon kurze Zeit später haben sich zahlreiche wilde und furchteinflößende Gestalten, angeführt vom sogenannten Oberklaus, auf dem Marktplatz versammelt. Die jungen Männer sind mit Fellen vermummt und tragen einen fellbedeckten Helm mit Hörnern auf dem Kopf. Der furchteinflößende Eindruck dieser Gestalten wird durch den Lärm der um den Bauch gebundenen Kuhschelle noch verstärkt.

Der Brauch dahinter

Das Klausentreiben ist einer der ältesten Kulturbräuche der heidnischen Zeit. Er stammt aus dem alemannischen Alpenraum. Der Brauch hat sogar die Christianisierung im 7. und 8. Jahrhundert überlebt. Durch die Verkleidung versuchten die Männer die winterlichen Dämonen zu täuschen. Sie gaukelten ihnen so vor, dass bereits Dämonen über das Dorf hergefallen waren, damit sie das Dorf verschonen würden. Durch den Lärm der Schellen und die Hiebe der Ruten sollten die bösen Geister des Winters vertrieben werden.

Andererseits stammt dieser Brauch aber möglicherweise auch aus dem Mittelalter. Am Umzugstag wurde der Heilige Nikolaus immer von furchteinflößenden Teufelsgestalten begleitet. Diese wurden auch Klausen oder wie in Österreich Krampusse genannt.

Teil 7: Der Klausentag