Anreise 14.08.2018 Abreise 19.08.2018 Personen 2 Personen
André Brandt
von André Brandt am 02.02.2018

Frankreich trifft Oberstdorf - kulinarische Höhepunkte im Hotel Mohren

Soupe à l’oignon oder Charlotte aux Pommes?

Die Französische Zwiebelsuppe ist ein absoluter Klassiker der Französischen Küche. Doch wie ist sie entstanden? Und was hat Sie mit dem Vier-Sterne Hotel Mohren in Oberstdorf zu tun?

Oberstdorf und Frankreich? Eine interessante Kombination!

Gutes Essen gehört zur Französischen Lebensart. Kein Wunder also, dass die "cuisine française" schon vor einigen Jahren zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Ich selbst bin leidenschaftlicher Frankreich-Urlauber und liebe die traditionellen Gerichte, die durch Qualität
und Vielseitigkeit geprägt sind.

Aber was hat das Hotel Mohren mit dem Paris des 18. Jahrhunderts zu tun? Finden Sie es heraus!

Ihr André Brandt

Französische Küche muss nicht immer Haute Cuisine sein!

Ein Gericht hat die französische Küche geprägt wie kein anderes - die Französische Zwiebelsuppe, auch bekannt als Soupe l'onion. Doch wie ist diese schmackhafte aber dennoch einfache Suppe entstanden?
Ist König Ludwig "Schuld" an der Zwiebelsuppe?

Müde und ausgelaucht nach einer langen Jagd, hatte König Ludwig der XV. einen riesigen Hunger, als er wieder zurück zu seinem Schloss kam. Die Küche des Jagdschlosses gab jedoch nicht mehr her als Champagner, etwas Brot, Butter und ein paar Zwiebeln. Die Köchin also probierte die noch übrig gebliebenen Zutaten zu kombinieren und hieraus entstand die berühmte Französische Zwiebelsuppe.

König Ludwig verspeiste die Zwiebelsuppe mit viel Genuss und lobte die Köchin für ihr neu entwickeltes Gericht.

Doch dies scheint nur eine von vielen Anekdoten zu sein, die sich sowohl um König Ludwig als auch um die Zwiebelsuppe ranken!

Tauchen Sie ein ins Paris des 18. Jahrhunderts

Denn die Entstehung der Suppe hat eine ganz einfach Erklärung: Wir befinden uns im 18. Jahrhundert. Die Pariser Markthallen sind gefüllt mit geschäftigem Lärm. Fleisch wird geschnitten, Gemüse verteilt. Um die Stände herum herrscht geschäftiges Treiben.

Doch Arbeit macht hungrig. Nicht nur die Händler, sondern auch die Kunden und Touristen. Ein kleiner Imbiss für Zwischendurch musste her - und nicht zu teuer durfte er sein. Die ersten Verpflegungsstände boten also eine ganz einfache Zwiebelsuppe aus Wasser, Zwiebeln, Butter und Brot an. So hatten alle etwas Warmes im Magen. Hieraus hat sich die bekannte Soupe L'onion weiterentwickelt, die heute noch mit Weißwein verfeinert wird.

Und im Hotel Mohren gibt es heuer nicht nur die klassische Zwiebelsuppe zu probieren, sondern wir haben gleich drei Französische Koch-Azubis mit dazubekommen!

Drei Französische Koch-Azubis im Hotel Mohren

Wie sollte man die französische Küche besser verstehen lernen, als von den Franzosen selbst? Deshalb haben wir uns für unsere französischen Wochen einfach Verstärkung aus dem Land des Käses und der Weine geholt. Unsere drei Kochazubis Nathan, Remi und Matheo sind durch ein Austauschprogramm der Berufsschule in Immenstadt im Allgäu zu uns gekommen. Sie lernen hier nicht nur die Allgäuer Küche kennen, sondern geben uns auch wertvollen Input für unsere französischen Rezepte. An ihren freien Tagen entdecken Sie das Allgäu bei gemeinsamen Ausflügen!

Wir wünschen euch Dreien noch ganz viel Spaß bei uns!

Original Französische Rezepte zum Nachkochen

Damit nicht nur wir, sondern auch Sie vom französischen Koch-Einfluss profitieren, gibt es hier zwei originale Rezepte unserer drei Koch-Azubis. Ideal zum Nachkochen und Weitergeben!
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Soupe à L'oignon

Zutaten: 45g Butter, 3 große Gemüsezwiebeln, 4 EL Wasser, 1 EL Mehl, 120ml trockener Weißwein, 1/2 TL Salz, 1/4 TL schwarzer Pfeffer, 1,5l Gemüsebrühe, 6 Scheiben Baguette, 60g geriebener Gruyere (wer mag).

Anleitung: Butter in einem großen Topf zerlassen und die zu Ringen geschälten Zwiebeln darin goldgelb anbraten. 4 EL Wasser hinzugeben und bei geschlossenem Topf 15 Minuten ziehen lassen. Mehl dazugeben und unter ständigem Rühren weitere 5 Minuten im offenen Topf kochen lassen. Anschließend Weißwein und Brühe hinzugießen und auf kleiner Flamme ca. 15-20 Minuten köcheln. Im Anschluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann die Suppe mit dem Gruyere für ca. 4 Minuten im Backofen überbacken. Die Suppe wird mit getoastetem Baguette serviert.

2
Charlotte aux Pommes

Zutaten: 500 ml Milch, 100 g Zucker, 4 Eigelb, 1 Vanilleschote, 4 Blatt Gelantine, 100 ml Schlagsahne, 4 Äpfel, 20 g Butter, 16 Löffelbiskuits, 50 g Puderzucker, Bittermandelaroma

Anleitung: Die Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Milch mit 50 g Zucker und Vanilleschote aufkochen und die mit 50 g Zucker verquirlten Eigelbe einrühren. Den Pudding unter ständigem Rühren einige Minuten kochen lassen, bis er die richtige Konsistenz bekommt. Etwas abkühlen lassen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. In heißer Butter anbraten. Nun die ausgedrückte Gelantine im noch warmen Pudding unter Rühren auflösen. Die Sahne steif schlagen und unter den abgekühlten Pudding heben. Aus 100 ml Wasser, dem Puderzucker und Mandelaroma einen Sirup kochen. Biskuit eintauchen und die Charlotte-Form auslegen. Schichten Sie nun abwechselnd Äpfel und Pudding. 1/3 der Äpfel beiseite stellen. Die gefüllte Form abdecken, beschweren und für 3 Stunden in den Kühlschank stellen. Anschließend aus der Form lösen und mit den restlichen Äpfeln garnieren.

3
Französische Wochen

Keine Lust auf selber kochen? Dann lassen Sie sich von uns im Mohren Restaurant noch bis zum 04.02. mit französischen Köstlichkeiten verwöhnen. Ob gegrillter Loup de Mer, rosa gebratenes Filet de Boeuf oder Barberie-Entenbrust á l´Orange - Sie haben die Wahl! Auch die französische Zwiebelsuppe ist mit von der Partie. Und alle Leckermäuler müssen natürlich nicht auf eine leckere Mousse au chocolat verzichten!