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Auf einen wunderschönen Urlaub im Hotel Mohren!

Inklusivleistungen

Urlaub im Hotel Mohren ist "MEHR" als nur Urlaub. Unsere Gäste genießen eine ganze Reihe von kostenlosen Leistungen. Das ist der Mohren-Mehrwert!

Inklusivleistungen
Hirte und Kranzrind
Hirte und Kranzrind
Eine Alpe auf dem Weg zum Scheidplatz
Eine Alpe auf dem Weg zum Scheidplatz
Unser Flori in Aktion
Unser Flori in Aktion
Aufwändig gekränzte Kuh
Aufwändig gekränzte Kuh
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Viehscheid: Nass und unvergesslich

André Brandt von André Brandt am 15.09.2010

Mit 35 Gästen erlebten wir an diesem Montag einen unvergesslichen Viehscheid in Oberstdorf. Ca. 1.000 Kühe, lautes Glockengeläut, aufregende Abtriebe, tolle Festzelt-Stimmung und beste Laune machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Ende des Bergsommers

Am Montag, den 13. September war es wieder so weit: Das Ende des Bergsommers wurde offiziell beim großen Almabtrieb gefeiert.
Mit 35 Gästen marschierten wir morgens nach einem reichlichen Frühstück regenfest angezogen und bestens gelaunt zum Scheidplatz am Renksteg in Oberstdorf.
Je näher wir dem Scheidplatz kamen, desto mehr war auch auf den Wegen los und desto lauter waren die Glocken zu hören.
Als wir ankamen war erst einmal großes Staunen angesagt: Über die Vielzahl der Tiere, über die schönen Kränze, die lauten Glocken… und als gemeinsam mitgefiebert wurde als die nächste Alpe ins Tal gedonnert kam, da waren alle von der Begeisterung angesteckt. Bei Eintrieb in die Großgatter ging´s richtig rund, die sonst so gemütlichen Kühe können recht große Sprünge machen und die Glocken ergaben ein ohrenbetäubendes Konzert.

Der Scheid

Am Scheidlatz wird das Vieh geschieden. Das bedeutet es wird an die Bauern zurück verteilt. Durch ein Mikrofon werden die Bauern einzeln ausgerufen und müssen mit einem Strick bewaffnet in die Rinderherde steigen, Ihre Kühe heraussuchen, halftern und an die vorgesehenen Holzstangen binden. Dabei erkennt der ein oder andere Schelm seine Chance auszubüxen und sträubt sich mit aller Kraft dagegen, sich vom Chef anbinden zu lassen. Mit vereinten Kräften (bis zu 5 Mann) wurde jedoch auch das letzte Tier gebändigt und angebunden. In diesem Jahr war auch ein kleiner Esel dabei, der auf der Alpe übersommert hat-zwar ohne Kranz aber super-süß.

Auch unser Kollege Florian Käufler, der sonst in der Küche hilft, legte an diesem Tag die Messer aus der Hand und nahm sich stattdessen Strick und Stock um beim Scheid tatkräftig zu helfen.
Da die Bauern und Hirten seit morgens um 4.30 Uhr auf den Beinen und schon seit 6:00 Uhr mit der Herde unterwegs sind, haben sich mittags alle ein Feierabendbier verdient. Und so gingen wieder zahlreiche Maßkrüge über die Theke.

Zeit zum Feiern

Die Stimmung war trotz des Regens fröhlich, die Kapelle spielte munter Allgäuer Musik und das Festzelt war brechend voll, so dass wir überwiegend im Stehen feierten.
Bewaffnet mit Gutscheinen für eine Maß und ein Paar „Scheid-Schieblinge“ (Würstchen) drängten wir uns durch die Menschenmassen. Besonders bewundert wurden die mit aufwändigen Kränzen geschmückten Tiere. Eine Kranzkuh darf der Bauer nur präsentieren, wenn den ganzen Sommer über auf der Alm kein Unfall passiert ist und er keines seiner Tiere verloren hat.

Es war ein toller Tag, der sicher allen lange in Erinnerung bleiben wird!